Mittwoch, 5. September 2007

Giliiis

So ohne Fotos ist das nen bissl fad.. kann nur noch mal empfehlen Fabbes Reis(e)blog zu besuchen.
Jeeedenfalls sind wir auf Gili Trawangan gelandet, nachdem wir ziemlich kurz auf Bali waren. Hier ist es schon ziemlich geil. Halt Rancho Relaxo at its best mit den beiden Kollegen. Den lieben langen Tag in der Sonne liegen, Scheisse labern, schnorcheln, schwimmen oder einfach nur in der Gegend rumglotzen und die herrliche alles einnehmende Traegheit geniessen.
Trawangan hat von den drei Gili-Islands den Ruf die Party- Insel zu sein, deshalb haben wir uns sicherheitshalber einen Bungalow etwas ab vom Schuss gemietet- tatsaechlich ist die grosse Tourisaison aber schon vorbei und somit alles santai saja hier. Abends geht halt nen bisschen was im Inselzentrum, das aus etwa 20-30 Huetten besteht, und ansonsten haengen alle in oder vor ihren Huetten ab. Das ganze hat zugegebenermassen nicht so ganz viel mit real Indonesia zu tun, weil hier mehr Bules als Indos rumlaufen, ist aber einfach hochgradig angenehm, auch weil unsere Bude einfach der Hammer ist: billig, direkt am Strand und einigermassen geraeumig. Direkt nebenan so ne Art Cafe, das aus einem Typen und nen paar Homies besteht, die den ganzen Tag nur Musik hoeren oder uns, ihre normalerweise einzigen Gaeste, mit Fruchtsaeften, Speisen oder Bintangs (die indonesische Biermarke Nr. 1) versorgen.
Ja das muesste wohl nen ungefaehren Eindruck von unserem praechtigen Urlaub vermitteln, soweit, stay santai!

Samstag, 25. August 2007

Wadersloher Delgation

Ja da sind sie, Jojo und Fabbe sind eingelaufen und wir haben den ersten Abend mit viel Bier und Whiskey verbracht. An dieser Stelle muss ich dringend auf die Blogs der beiden verweisen, die ihr rechts in der Linkliste seht und die hoffentlich auch anstaendig aktualisert werden. Neu ist Fabbes Reiseblog, vielleicht kriegen wir es ja mal hin, ueber ein und die selbe Begebenheit aus drei Perspektiven zu schreiben oder so oder ist das booooring??
Jojo hat jedenfalls schon seinen eigenen motorisierten Hobel fuer Jogja und so cruisen wir nun mit zwei Mopeds durch die Gegend. Dienstag gehts dann nach Bali und dann werweisswohin.
Mit meinem Praktikum sieht es sehr gut aus, habe aber immernoch keine definitive Zusage von der GTZ.
Ach ja, letzte Woche habe ich nen Hardcorevisatrip Jogja-Solo-Kuala Lumpur-Singapur- KL - Solo - Jogja in drei Tagen hingelegt. Aufgrund von schlechter Planung, einem gebuchten Flug nach KL und der zu spaeten Info, dass es dort superlange dauert, ein Visum verlaengern zu lassen waehrend man dafuer in Singapur nur einen Nachmittag braucht, kam es zu dieser kraefteraubenden Flugzeug- und Bustour, die ich mit meiner freundlichen suedkoreanischen Kommilitonin Chorong durchgezogen habe. Naja ausser einer Duschkabine, die man in KL fuer einen Duschgang mieten konnte, gab es keine spektakulaere Vorkommnisse. Jene Duschkabine aber konnte man fuer faire (dachte ich) 5 Ringgit (ca.1euro) mieten. Dass sie jedoch nicht nach jeder Person gereinigt wurde, stoerte mich besonders, weil zwei absolut finstere Transen mit Hotpants und fleckigen Beinen, die meines Erachtens Prostituierte waren, davor standen und mir ungelogen vor Schreck der Atem stehen blieb, weil die so eine unglaublich finstere Aura hatten. Waehrend Chorong die Dusche enterte wartete ich und bemerkte, dass es den beiden zwielichtigen Gestalten offensichtlich auch die Sprache verschlagen hatte, unterhielten sie sich doch nur in Zeichensprache. Nachdem die Damen das Etablisement verlassen hatten und ich den ekelhaftesten Waschgang meines Lebens hinter mich gebracht hatte, fuehlte ich mich, als haette ich zwei Bahnen durch ein Klaerbecken gezogen und versprach mir selbst, dass ich, sollte ich je wieder in eine solche Situation kommen, einfach nein sagen werde. Wieder eine Grenze ausgelotet... lustig war allerdings, dass in dem Vorraum dieser Hygienewueste ein paar Weltkarten mit den Waehrungen der verschiedenen Laender aus dem Jahre 2005 anzuschauen war und man in Malaysia offensichtlich der Meinung ist, dass in Deutschland noch mit Reichsmark bezahlt wird.
So long Dudes,
Bob

Sonntag, 19. August 2007

Jogjapics



Die Hell's Angels Jogjakarta bei ihrer taeglichen Wegelagerei



Geli und Stu, meine ehemaligen WG Mitbewohner



Adrian mit Ardian



Bob und Sharon




Rachmas Geburtstag


Sonntag, 12. August 2007

Kommen und gehen, bleiben..?

Die letzten Wochen waren von einer fuer mich noch nicht gekannten Fluktuation von Mitbewohnern, Freunden, entfernten Bekannten usw. gepraegt. Ich spar mir mal das alles im Einzelnen aufzulisten, aber in den letzten Wochen sind Freunde von mir aus Bonn gekommen und Mitbewohner aus Oesterreich eingezogen und ich hab den Stadtfuehrer gemacht... Derweil stresst sich unsere WG mit Mr. Hanky (der Hausratte, die immer nachts vorbei schaut und checkt, was noch so an essbarem aufm Kuechentisch liegt) und der Frage, wie viel der naechtlichen Geraeuschkulisse auf den zwar nicht gerade beliebten, mittlerweile auch gejagten aber dennoch eher schreckhaften und einigermassen akzeptablen Hankboy geschoben werden kann und wieviel der Geraeusche auf eventuellen, erneuten und sehr viel inakzeptableren menschlichen naechtlichen Besuch hindeutet. Mit anderen Worten beschaeftigt uns gerade die Frage, ob eine Ratte einen derartigen Krach auf dem Dach verursachen kann, oder ob irgendjemand wieder einbrechen, spannen oder sonst was will...boeeee... nerv!
Ausserdem gab es vor ein paar Tagen ein Erdbeben. Mit 7 auf der Richterskala zwar ein ganz schoen maechtiges, da aber 200 km unterirdisch stattfindendes, auf der Oberflaeche ziemlich mickriges Beben. Trotzdem ein interessantes Gefuehl- so ein bisschen wie auf nem Schiff- irgendwie wackelt einfach alles und ich bin auch sofort seekrank geworden.
In der Uni gehen gerade die letzten Tests ueber die Buehne, alles nicht so wild, war ja die ganze Zeit eigentlich eher relaxt und das aendert sich jetzt auch nicht mehr.
Letzte Woche habe ich mich um Praktikumsplaene gekuemmert, hab da evt. Chancen bei der GTZ zu arbeiten, ist aber alles noch sehr durcheinander und mir selbst unklar, ob ich das unter den Konditionen ("We won't provide you any fascilities") ueberhaupt will, was mir das genau bringen kann und was es fuer Alternativen gibt- all das muss ich diese Woche klaeren, denn am Montag flieg ich zwecks Visumsverlaengerung fuer drei Tage nach Malaysia und am 24.8. kommen die verehrten Herren Spiegel und Rothfeld fuer unseren gemeinsamen Indonesientrip. Yihaaaaaaa! Bis dahin werd ich dann auch entschieden haben muessen, wie lange ich noch bleibe, denn das Visum muss dann ja entsprechend lang gebucht werden. Wenn ich eine Prognose geben muesste, wuerd ich sagen, dass ich zu 60% noch laenger als Oktober hier bleibe, also eher zurueckfliege, wenn es finanziell und arbeitstechnisch-also irgendwie organisatorisch nicht hinhaut.
Naja hab ueberlegt, ob ichs aufn Blog packen soll, aber druff jeschissen, weiss doch eh schon fast jeder-ich hab ne Perle hier- Rachma heisst sie. Hab sie bei nem Jazzkonzert, wo sie gesungen hat, vor zwei Monaten kennengelernt-weitere Details teile ich gerne persoenlich mit...hehe. Um diese Mitteilung noch daemlicher zu machen, fuege ich noch ein :] hinzu, das irgendwie berbahagia ausdruecken soll.
Derweil bastelt daheim in Jerman Octo Wallace unermuedlich (?) an unserem dritten Album rum, was, wie nach Indonesien gedrungen ist, aufgrund der kruden neuen Kompositionen nicht allzu easy von der Hand zu gehen scheint. Meine Gitarrenparts hab ich im Februar eingespielt und ich bin saugespannt, was da in den naechsten Wochen- fuenf, sechs Monate spaeter- rauskommt, fuehle mich gleichzeitig hilflos den ganzen Fertigmach- und Abmischprozess (selbstverschuldet) voellig teilnahmslos passieren lassen zu muessen und bin trotzdem voller Zuversicht, dass die Koelner Octodrei das irgendwie deixeln. Aus Jogja rufe ich daher ein Semangat! in den Cyberspace und lenze weiter in den Tropen ab. Peace # Bob

Sonntag, 29. Juli 2007

Knastlife in the Philippines

Dies ist eine Disziplinierungsmassnahme eines philippinischen Knastdirektors:

Mittwoch, 25. Juli 2007

Jogjalife...

...ist momentan ganz hervorragend. Freunde aus Bonn sind mittlerweile aufgekreuzt, die Sprache wird besser wegen intensiverem Gebrauchs....und mit Dojihatori hab ich zwei wirklich schoene Konzerte gehabt. Das erste war im Javacafe mit ner Menge Bands aus Jogjakartas Indieszene, sprich Elektro-, Punk-, Rock-, Funkbands etc. Zwischendurch coverte eine Band die mittlerweile vielleicht nicht mehr ganz so undergroundige Myspace-Rakete Explosions in the sky - elgischer Postrock, instrumental und halt eben nicht gerade das, was man so alltaeglich im Schnulzen-liebenden Indonesien auf die Ohren kriegt. Naja jedenfalls war es gut voll, hatte eine schoene Atmosphaere und hat Spass gemacht.
Das zweite Konzert war letzten Freitag und krass. Soundcheck wurde um sieben Uhr morgens (!) angesetzt, dann um kurz vor sieben auf zehn verschoben um dann erneut auf drei uhr nachmittags verlegt zu werden - welcome to Indonesia! Naja aber als ich dann vor Ort war, sind mir fast die Augen ausgefallen-eine riesige Buehne von Rheinkulturdimensionen, 10 qm grosse Videoleinwaende neben der Buehne, gewaltige Boxen etc...
Der Auftritt verlief im Prinzip auch super. Als zweite Band noch vor einem ueberwiegend sitzenden, dennoch gutgelauntem und locker 800-koepfigen Publikum stehend, musste ich ersteinmal wieder den obligatorischern und widerlichen Smalltalk mit dem Moderator abwickeln - wo kommst du her und Bule hier Bule da...kotz...um dann ne echt ordentliche Performance hinzulegen. Das macht von mal zu mal mehr Spass- wenn die Songs sitzen und die Aufregung schwindet, v.a. weil die Leadparts, die ich spielen muss, ja wie schon mal erwaehnt nicht unbedingt meine Koenigsdiziplin sind und durch Aufregung normalerweise noch sperriger und unispirierter werden. Aber am Freitag lief alles rund...vier schoene Lieder lang. Dann stand als Nummer 5 eine Coverversion von The Who's my generation auf dem Programm. Der Song wechselt gegen Ende kontinuierlich die Tonart, wird immer hoeher, was von einem konstanten Gitarrengefrickel unterlegt wird, fuer das ich bei der Dojihatorischen Version verantwortlich bin. Naja irgendwann wusste ich kein Stueck mehr wo die anderen gerade unterwegs waren und fiedelte mir einen in den unendlichen Weiten irgendwelcher beliebigen aber eben nicht mit Bass und Rhythmusgitarre harmonierenden Skalen zurecht, ueberraschte und verstoerte Blicke meiner Bandkollegen erntend...tsss peinlich angespannt und musikalisch verirrt drehte ich mich um, um mitten im Song scheinheilige aber unablaessig sofort zu erledigende Aenderungen an meiner Verstaerkereinstellung vorzunehmen, versuchte immer wieder durch Blicke auf die Griffbretter der anderen Jungs irgendwie wieder reinzufinden, bis ich dann hochgradig erleichtert den Schlussakkord vernahm, nochmal The Who-like irgendwelche Frickeleien in das Ende dudelte und beschaemt die Buehne verliess. Trost: Fuck u man, that's Rock'n Roll...Trost Nr.2: am Ende hat's wiedermal keiner so richtig mitbekommen. Manchmal frage ich mich, wieviel Prozent der Zuschauer einem Auftritt eigentlich ueberhaupt ein Minimum an Aufmerksamkeit widmen. Nicht verurteilend aber analysierend stelle ich fest, dass, setzt man voraus, man bekommt nicht kontinuierlich nur Honig um den Mund geschmiert, in der Regel 95 Prozent der fuer einen selbst gravierenden, einen den Wunsch einfach zu verdunsten verspueren lassenden Faux Pas', auf der Buehne vom Publikum gar nicht registriert werden.

Naja, da gerade alles enak ist hier, spiele ich gerade oft mit dem Gerdanken, meinen Aufenthalt zu verlaengern. Vieles muesste dafuer noch geregelt werden (also genau genommen alles!), aber die Idee noch ein Praktikum dranzuhaengen gefaellt mir immer besser, waehrend die Vorstellung in einem Monat die Stadt und in zwei Monaten das Land zu verlassen mir immer unbehaglicher wird. Nicht, dass ich son daemlicher Hippie werde, der Deutschland den Ruecken kehrt, weil im tollen Asien alles besser ist-weiss Gott nicht, ich war selten so deutsch wie im Moment- aber es waere verhaeltnismaessig einfach, guenstig und sicher sinnvoll fuer mich. Ich halte euch aufm Laufenden, aber jetzt hab ich genug ausm Naehkaestchen geplaudert.
peace Bob

Montag, 9. Juli 2007

Geistiges und anderes Eigentum

Waehrend das Opfer des skandaloesen Diebstahls geistigen Eigentums durch meinen verehrten Mitbewohner auf der letzten Kommentarseite immer noch unbekannt ist, hat sich hier in Jogja ein fast noch schlimmeres Verbrechen ereignet!
In der Nacht von Sonntag auf Montag ist zwischen zwei und sieben Uhr morgens bei uns eingebrochen worden. Als ich Montag wie immer auf den letzten Druecker aufgestanden bin und wild durch unser grosszuegig geschnittenes Wohnzimmer gerannt bin, um meine Tasche zu finden, bekam ich den ersten Hinweis auf das Unfassbare, als ich ein paar Stifte und ein Bonbon, die zuvor Inhalt des gesuchten Gegenstandes waren, auf dem Kuechenboden entdeckte, nicht aber die so sehr von mir gemochte Tasche, um die mich so viele Menschen beneidet haben. Verwirrt, wutschnaubend und schlechtestgelaunt fuhr ich somit viel zu spaet mit einem von Mitbewohner Stu geliehenen Produkt zur Uni...harrrr. Wieder heimgekehrt gegen Mittag stellte meine Mitbewohnerin fest, dass auch ihr Laptop verschwunden war, was meinen Verlust natuerlich etwas in den Hintergrund stellte und meine Tasche lediglich zu einem Transportmittel fuer das Notebook enttarnte. Abends konnte ich hingegen wieder Mitgefuehl gewinnen, als ich bemerkte, dass wie der Laptop auch meine Kamera auf dem Kuechentisch gelegen hatte, was nun nicht mehr der Fall war und somit auch dieses wunderbare Elktrogeraet vom hinterlistigen Dieb mitgenommen worden sein musste. So eine riesen Scheisse!
Da unser Haus halb offen ist (teilweise keine Decke hat), hatte der Schurke viele Moeglichkeiten einzudringen. Wie es ihm von fuenf schlafenden Menschen unbemerkt gelingen konnte, fremdes Territorium zu betreten, bleibt jedoch weiterhin ein Raetsel. Von nun an also mit der Gewissheit einschlafend, dass nachts Kriminelle in meinem Haus verkehren, jammere ich ins Web..huhuuuuhu..arghhh#^$%&*$#{_:*^%$#harrr- Kamera wech, Tasche wech...mal sehen was mir sonst noch so auffaellt in den naechsten Tagen...btw wo sind eigentlich meine Haare????