Mittwoch, 21. Mai 2008

Wann habt ihr eure letzte Email mit einem schrillen Video bekommen? Das war doch mal ne Zeitlang ziemlich angesagt. Ich persönlich bekam noch bis vor ca. einem Jahr mindestens einmal in der Woche irgendnen Link zu einer You-Tube Absurdität, einem schnell herunterladbaren Game, das man innerhalb von 20 Sekunden erlernen konnte oder einem 8-Sekunden O-Ton aus irgendner Quizshow von einem Kollegen, der aufgrund seines Jobs bei einem öffentlich-rechtlichen Sender Zeit hatte, das ganze Internet zu durchstreifen.
Ich hab jedenfalls seit Monaten nix mehr bekommen und wenn das jetzt Aufgabe der Bloggoshäre ist, dann muss ich auch meinen Beitrag dazu leisten und zum Oliver Beerhenke dieses Egotrips werden:


Dieses hier ist ein anderer Evergreen von mir:

Freitag, 2. Mai 2008

Kein Fisch kein Fleisch Octo Walfisch



So, dann sei es hier auch noch mal erwähnt:
Am nächsten Montag (5.5.) spielen wir mit Aktion Mutante im Blue Shell in Köln. Links zu Octo Wallace gibts auf der rechten Seite in der Linkliste genug. Das ganze wird so gegen neun Uhr abends losgehen und 4 Euro kosten. Cd´s sind auch satt und reichlich in Jerman eingetroffen und können für schlappe acht Euroupiah gekäuft werden.

P.S. Wer nicht kommt, wird erschossen.

P.P.S. Am Donnerstag gabs ne halbe Stunde über Octo Wallace im Campus Radio- wer Bock hat, kann sich das
hier mal anhören (ist nur nen bissl groß, das ändere ich die Tage nochmal, wenn ich wieder zu den Menschen mit Flatrate-Anschluss im Zimmer gehöre und nicht, wie im Moment, auf heißen Kohlen im Internetcafé gegenüber sitze...), wie wir zugegebenermaßen merkbar angespannt über uns selbst debattieren.

Sonntag, 13. April 2008

Al Karamba!

hier noch nen Radiobeitrag vom WDR zu der Sause

Was war das denn?

Als alter Freund des Robodances und Gelegenheitsflashmobber wurde ich gestern zu einer Verantstaltung eingeladen, die eigentlich ja das genau gar nicht war- also eine Veranstaltung. Weil es keinen Veranstalter gab und alle irgendwie trotzdem veranstaltet haben. Also bin ich gestern zum Friesenplatz gestiefelt und stieß auf eine gewaltige Horde Punks, Clowns, Madmax-Dreadlock-eiserner Durchschlag-auf-dem-Kopf-tragender Tandemfahrer, hippiesken Ethnostudentenklischees-entsprechenden Ethnostudentinnen mit bunter Kreide und eben meinem Kumpel, der gigantische Roboterkostüme mitbrachte, selbst einen grünkarrierten Anzug und eine lila Mütze trug.
Flashmobartig - also nach dem Erfolgskonzept der Al Quaida, den behäbigen Sicherheitsapparat durch Dezentralismus auszutricksen, unpolitischen Unsinn im großen Stil zu verzapfen und sich in comedystreetiger Manier an der Verwirrung der Umstehenden zu laben (hier vor allem Polizisten, die sich das närrische Treiben stundenlang anschauten und die Straßen dafür sperrten, aber überhaupt nichts dagegen unternahmen, bis ein paar Leute ein Lagerfeuer auf der Straße entfachten... nen paar übertreibens immer, so ist datt wohl) - tauchten also diese 1000 (!) Teilzeit-Anarchisten in den Kölner Ringen auf, die sonst gerade am Samstag Abend eher Heimat der gigantischen Community von mal mehr, mal weniger aggressiven, aber stets exzellent gekleideten, parfümierten und frisierten Checkern der Rhein-ciddäy sind.
Alle sollen kommen, alle sollen was machen- stand sinngemäß auf Flyern und Internetforen, die ich erst heute gesichtet hab, und dann hörte offenbar die Planung auf.
Wer schonmal mit dem Gedanken gespielt hat, Musik oder sonst irgendetwas jeckes, was ihm gerade einfällt, außerhalb der gewährten sechs Tage Narrenfreiheit auf der Straße zu machen, der weiß, dass er das nicht darf. Er muss sich Genehmigungen einholen und Plätze zuteilen lassen. So erklärte mir der grünkarrierte Roman das Spektakel.
Das ganze ist aber irgendwie keine originär Kölner Sache-
Viele der vorbeilaufenden Rheinländer haben wahrscheinlich sogar unwillkürlich auf den Kalender geschaut und sich gefragt, ob es denn schon wieder so weit sei... das ganze kam einem in Zügen seltsam bekannt vor.
Reclaim the Street stand auf den Flyern und dem einzigen Banner, das ich sehen konnte und ist eine ursprünglich globalisierungskritische Aktion.
Ich fand das Anliegen redlich, habe aber als Ausgeburt dieser unpolitischen Altersgruppe zwischen irgendwas und etwa 32 und zusätzlich als weichgekochter Multikulti immer Schwierigkeiten mit Leidenschaft auf die Zustände in Deutschland zu schimpfen, die ich oftmals nämlich blöderweise gar nicht sooo schlimm finde.
Ich hab das Ganze eher als einen großen und gelungenen Scherz verstanden, der einmalig bleiben sollte, damit der jetzt sicher ausgetüfftelte Plan der Polizei, wie mit so einem Phänomen in Zukunft umgegangen wird, in einer Schublade verstaubt und die Erinnerung an diesen Tag in dem ein oder anderen Passanten- oder Polizistenhirn immer von Verständnislosigkeit geprägt sein wird. Ich habe irgendwie auch gestaunt: Wie kann man mit so einer Message so viele Leute dazu bringen, so viel usinniges Zeug zu machen.
Eine in Tarnfarben uniformierte Clownsarmee mit Wasserpistolen überwältigte in einem SEK-reifen Zugriff beispielsweise meinen ferngesteuerten Roboter. Wie gesagt, mitten auf dem Friesenplatz. Die unbeweglichen Riesenroboter tanzten den ganzen Abend, das Madmaxtandem fuhr und fuhr, am Ghettoblaster wurde fleißig gefreestylt...
Es war eine Mischung aus Flashmob, Karneval, Zirkus und Anti G7-Demo - nur ohne G7, aber mit ein bisschen "Anti".
Ich hatte allerdings einmal wieder den Eindruck, der sich später in einer ellenlangen Diskussion mit so einem Möchtegern-Links-Nazi auf der ebenfalls unangemeldeten Aftershowparty bestätigte, dass die Meckerei gegen die "Hartz 4-Menschenverachtung" und das Bestehen auf das Recht, dass andere Menschen mir 100%ige Selbstverwirklichung ermöglichen müssen, wenn ich nun mal keinen Bock auf Arbeiten habe, die Wut gegen den
Polizeistaat Deutschland und weitere Meinungsmatritzen, die man beim entsprechenden Thema vorgetragen bekommt, dass diese anspruchsvollen und stets irgendwen und irgendetwas harsch verurteilenden Forderungen ihrem Vertreter selbst oft schon bei ihrem Aussprechen das Gefühl geben, ein verwöhntes Rotzblag zu sein und ihren linksradikalen Chique nach einer bis zum Abkotzen abgefrühstückten Debatte um die Sehnsucht nach Rebellion der fuckin Generation 2.0 vollends verloren haben und meistens auch noch energielos vorgetragen werden.
Trotzdem staune ich über die Wucht, mit der die Aktion gestern Abend auf den Ring geknallt ist. Hmm, könnte das vielleicht ein bisschen von den auf 3Sat und Phoenix heavy rotierenden Dokus, Interviews und Portraits von Rudi Dutschke und Co. anlässlich des 40. Jubiläums von 1968 genährt worden sein? So ein Typ ließ gestern jedenfalls echt die Plattitüde "Ich dachte immer, die 60er wärden das coolste Jahrzehnt gewesen, aber das könne wir auch!" raus. Aber wen interressiert´s eigentlich? "We have no fuckin hope", n'est pas, Guido?

Und nach all dem Gewäsch noch ein
link zu ein paar Bildern der stets qualifizierten Berichterstattung von Express, die dieses schöne Fest von gestern zu einem hedonistischen Event von ein paar saufenden und pyromanischen Verkehrsbehinderern darstellt.
Mein Eindruck: es war einigermaßen friedlich, der Müll wurde weitgehend weggeräumt und zu diesem Verkehrschaos-Punkt: vor ca. zwei Jahren waren die Ringe jeden Samstag für Autos gesperrt- einfach so- come on! Dass die Kölner Türstehermafia mal einen Samstagabend ihre fetten Karren nicht hochtourig über die Flaniermeile bewegen kann, sehe ich hingegen als einen amtlichen ökologischen Erfolg!

Es war eine schöne, aber harmlose Störung des Systems und hat gezeigt, dass man als ideologieloser Hobby-Spaßmacher vom internationalen Terrorismus lernen kann- Von Bart Simpson infiltriert, in den Bizarrefestival-Trainingscamps geschult. Peace out!

Donnerstag, 3. April 2008

Egozentrik Teil 2

Ich hab da noch ne ganze Menge mehr Suchwörter gefunden, durch die mittels google, yahoo und co. Menschen auf meine Seite gestoßen sind:

a hungry man is a angry man
sultan mit seiner karawane
plural von knauf
transen am strand
naseputzen sound
der sultan hat dursch
scheiße + foto
oberarme betatschen
indonesische gittaristen
saufen in holland am karfreitag
zungenküsse in der öffentlichkeit
portemonnaie plural
alle neuen matchbox autos 2008
reißverschluß in hose nähen was kostet
indonesien + rülpsen
motorrad tochter
bilder von asiatinnen die scheise essen

Wer sich die Mühe machen will, kann nun gerne meinen gesamten Blog danach durchsuchen, wo ich von fäkalienverspeisenden Asiaten geschrieben hab und
mich schelten, wenn er was findet.
Beruhigend fand ich zu sehen, dass auch andere Menschen den Plural von Portemonnaie und Knauf nicht kennen.
Sex ist das meistbenutzte Wort bei google, soweit ich weiß. Durch diesen Eintrag: SEXSEXSEX sex sex sex seeeeex! Werd ich wohl wieder ein paar Internetstreuner auf meinen bunten Egotrip locken.
In diesem Sinne und mit einem dreifachen Sex Sex Sex, sage ich nur Sex sells und wünsche allen Verirrten, die auf der Suche nach koprophilen Asiatinnen oder Saufgelagen in unserem sympathischen kleinen Nachbarland hier landen, einen guten eigenen Egotrip durch die Wogen dieses immer wieder wunderlichen Mediums!

P.S. Eins noch, als ich den letzten Suchbegriff eingab, stieß ich hier drauf;)

Dienstag, 25. März 2008

konterpop

Wer Bock auf Musik hat, die mega-unmainstreamig ist, von Bands, die unglaublich viel Liebesmüh in fast ungehörte Werke stecken, den schick ich hiermit auf Radio Konterpop.
Habe einen ausliegenden Aufkleber im runtergerockten Kölner Low Budget von eben jener Radiostation eingesteckt und mal reingeschaut/-gehört.
Dort findet man eine Playlist von vielen Kölner und außer-städtischen Bands. Im Grunde ist es also weniger nen Radio als mehr ne Sammlung von Randgruppenmusik.
Naja Köln ist klein, am Ende hab ich noch rausgefunden, dass der Betreiber der Bassist unserer Octo-Freunde Cuda ist und Octo Wallace itself sogar auch zu hören ist- Die Seite ist uns ja quasi auf den Leib gecodet.
Cooles Ding, vieles Nettes Neues, noch nie Gehörtes, Komisches, Postrockiges, Instrumentales- gefällt... und ist echt schwer indie! Keep it real! Da Bob-

Freitag, 21. März 2008

Egozentrik

Ich habe so eine Spionageseite, wo ich sehe, woher die Leute kommen, die sich auf meiner Seite tummeln. Dies sind die Suchbegriffe, durch die man via Suchmaschine auf Bob Oxaldo´s Egotrip gelangt ist:


Suchworte/ Anzahl


bob oxaldo 16 (13.22 %)
default 14 (11.57 %)
bob oxaldos egotrip 8 (6.61 %)
octo wallace 6 (4.96 %)
fickstories 5 (4.13 %)
bob oxaldo egotrip 3 (2.48 %)
der sultan hält durch 3 (2.48 %)
binsenweisheiten 3 (2.48 %)
boboxaldo egotrip 2 (1.65 %)
kalter finger 2 (1.65 %)
boboxaldo 2 (1.65 %)
malaysia mit kind 1 (0.83 %)
indonesische musik hören 1 (0.83 %)
seelenstriptease am fernseher 1 (0.83 %)
fotos von gestressten menschen 1 (0.83 %)

Freitag, 14. März 2008

jörmäni

Ich kann nicht ganz verhehlen, dass der Sinn dieses Blocks mit jedem Tag länger in good ole Jerman fragwürdiger wird. Vor Indonesien war es eher ein Ulk-sammelsourium aus crazy Youtubevideos oder professionell beschissenen Wegschreifotomontagen. Den Impuls der allgemeinen Volksbelustigung verspühre ich momentan nicht, abgesehen davon fehlt mir auch das Arsenal für derartige Bespaßungsversuche. Das bunte Leben im seltsamen Indonesien zu beschreiben, machte mir hingegen großen Spaß und wenig Mühe, da dieses Feld auch nicht mit Themen geizte. Leser mit Trivialitäten aus dem Ehrenfelder Alltag zu langweilen oder diese Super-Reader-Community über persönliche Befindlichkeiten zu informieren, machen andere unzählige Blogs schon mehr als genug. Was mir aber momentan noch als inspirierendes Feld bleibt, ist die mir, in meinem immernoch etwas anders gepolten Zustand unterwegs seiend, gerade noch recht eindrücklich auffallenden Unterschiede zwischen indonesischem und deutschem Treiben zu benennen. Diese letzten Beobachtung vor der unausweichlichen totalen Reassimilation zu nutzen scheint mir derzeit ein würdiges Befüllen dieses Platzes zu sein, bevor es wahrscheinlich thematisch langsam in andere Gefilde gehen wird... was sagt ihr? Gibt es womöglich Vorschläge?
Wenn ich jedenfalls z.B. über die Straße flaniere, dann springen mir erwachsene, händchenhaltende Pärchen ebenso wie eher junge Menschen, die innig Zungenküsse in der Öffentlichkeit austauschen, ins Auge.
Mir fällt auf, dass zu jeder Gelegenheit Bier und Wein in rauen Mengen getrunken wird und das keinerlei anrüchigen Beigeschmack hat. Menschen gehen völlig selbstbewusst und selbstverständlich mit einem Kölsch in der Hand durch die Gegend, ohne dass das einen Hauch von Asozialität hat.
Mir fällt auf (aber das geht auch schon in Richtung These), dass deutsche Stadtmenschen weniger extrem sind oder anders gesagt, aufgrund vieler verschiedener Augen- und Haarfarben viel weniger bemüht sind, sich stylisch abzugrenzen.
Mir fällt auf, dass es weniger Musik um einen herum gibt. In Indonesien hat immer irgendein Radio oder Player und jedes Fernsehprogramm die immer gleichen von allen Schichten gerne aufgenommenen Top-Ten-Songs gespielt, jede Bedienung trällerte abwesend den Singsang irgendeines aktuellen Herzschmerzhits vor sich hin.
Hier haben hingegen alle Kopfhörer in den Ohren und schaffen sich ihren eigenen individuellen Soundtrack.

Mir fallen überall Menschen auf, die laut werden- Im Spaß einen Freund beschimpfen, laut ihrer Enttäuschung über eine Niederlage in irgendeinem Spiel Luft machen, sich laut (und gelegentlich betrunken) auf Straßen streiten, an der Kasse beschweren, andere Verkehrsteilnehmer beschimpfen.
Mir fallen in der Bahn die ganzen Jugendlichen auf, die Aggressivität ausstrahlen und z.B. asozialer Weise die anderen Fahrgäste ihren unsäglichem Aggrodeutschrap
aussetzen(was unglaublicherweise sogar auf meine Bitte, das auszustellen, die von keinem der anderen gestörten unterstüzt wurde, nicht unterlassen wurde). Laute Handies gibt es dort auch, aber nicht als Affront gegen den Rest der Welt sondern zu deren Bespaßung und da dort auch miteinander geredet wird und eh alles wuseliger ist, macht das da irgendwie auch nix aus.
Der Straßenverkehr hier ist auch ausgesprochen auffällig. Fußgänger vor verlassenen Straßen, die bei Rot stehen, Fußgänger, die selbstbewusst Straßen überqueren und damit Autos zum Anhalten zwingen (In Indonesien, naja zumindest in Jogja, hätte sich ein Autofahrer in einer solchen Situation gar nicht gezwungen gefühlt und wäre weitergefahren), Fahrradfahrer, die auf ihren Wegen niemanden dulden... Die Rechte eines jeden Verkehrsteilnehmers werden unabhängig von seiner physischen Stärke und Verwundbarkeit überwiegend respektiert, verteidigt und eingeklagt. Das hab ich in Jogja anders erlebt.


Die Luft ist so wunderbar frisch, aber das Wetter ist megakalt und grau.


Man lernt hier praktisch niemanden kennen, wenn man es nicht darauf anlegt. Dort wurde man ständig in kurze Gespräche verwickelt.


Wenn ich beherzt mit der linken Hand in eine Chipstüte greife, dann überkommt mich immer ein Schauer, dass ich gerade etwas extrem Ekelhaftes tue. Mir am Tisch die Nase zu putzen, wenn Leute um mich herum essen, bring ich immer noch nicht.


Das Internet hat wieder eine ganz andere Selbstverständlichkeit und Funktion für mich bekommen. Es ist weniger der Hafen zu einer bunten Welt unbegrenzter Mölichkeiten, den man hin und wieder besucht und dann wieder verlässt und darüberhinaus eine Möglichkeit zum Entertainment (ähnlich einem Kinobesuch), als mehr neben Wasser- und Stromversorgung eine weitere Annehmlichkeit, derer man sich bedient, um Antworten auf alle möglichen Fragen und Probleme zu bekommen, die sich im Laufe des Tages auftun und um sich zu entertainen und zu kommunizieren.